„Rock am Berg" spendet für Selina
 

Es geht um Selina, so Gerhard Eberle, Vorsitzender von „Rock am Berg". Wir wollen helfen!

Selina ist ein kleines Mädchen aus Wald. Mit ihren 5 Jahren hat sie schon viel durchgemacht. Zwei große, achtstündige Operationen am Kopf, Chemotherapie und Bestrahlungen. Selina leidet seit einem Jahr an einem bösartigen Gehirntumor. Bei der ersten Operation wurde ein ca. Golfball großes Krebsgeschwür aus ihrem Kopf entfernt. Alles schien gut zu laufen, doch während der anschließenden Chemotherapie kam der Rückfall, mit erneuter Operation. Da auch der Gehirnstamm betroffen war, konnten nicht alle bösartigen Gewebeteile entfernt werden. Massive Bestrahlung sollte helfen. Die klassische, hoch belastende Methode in solchen Fällen. Eine mögliche Therapie mit Hyperthermie – eine Überwärmung des betroffenen Gewebes soll zu dessen Absterben führen und den Krankheitsverlauf stoppen – wurde nicht ins Auge gefasst. Trotzdem entschlossen sich die Eltern nach reiflicher Überlegung zu eben dieser Maßnahme. Auf Empfehlung von Bekannten wandte sich die Familie nach Bochum an eine Privatklinik. Dort wurde ein Therapieplan für 20 Sitzungen über 40 – 50 Minuten Dauer erstellt. Nach Abwägung von Risiko und Heilungschance wurde dem Ansinnen der Eltern zugestimmt. Die zuständige Krankenkasse lehnte unterdessen die Kostenübernahme der mehrere Tausend-Euro teuren Behandlung, da es sich um eine Privatklinik handele, leider ab.

Dass Selina schon so viele Behandlungen tapfer überstanden hat und ihr großer Lebenswille ungebrochen ist, ist faszinierend und gibt auch uns viel positive Energie, so die Mutter. Glücklicherweise wurde Selina inzwischen erfolgreich therapiert und auf den Aufnahmen der letzten Computertomographie im April waren keine Tumorzellen mehr zu erkennen. In zwei Wochen wird sich dieser Befund hoffentlich wieder bestätigen, dann steht die nächste Kontrolluntersuchung an. Wir sind sehr dankbar und hoffnungsvoll, dass sie ganz normal in die Schule gehen wird. Trotzdem sind noch viele Fragen unbeantwortet und dieser Zustand wird auch noch lange Zeit andauern. Mindestens 10 Jahre wird die Nachsorge regelmäßig durchgeführt werden müssen. Wir planen einen Schritt nach dem anderen, so die Mutter der Kleinen.

Im Herbst wird sie in den Kindergarten gehen und sie glauben gar nicht, wie sehr sich Selina darauf freut, erzählt der Vater.

Bis heute hat Selina kaum mit anderen Kindern spielen können. Einzig ihr großer Bruder Lukas (8) durfte sich ihr nähern. Zu groß war die Gefahr einer für Selina hochgradig gefährlichen Viruserkrankung.

Aus den abschließenden Worten der Eltern spricht große Dankbarkeit für alle, die ihnen helfen, dass sich Selina weiterhin über so viele Kleinigkeiten, wie Erdbeeren und Eis essen oder ein Häschen streicheln, freuen kann und es ihr weiterhin so gut geht, wie heute.
 

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